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P. Sandrieser & P. Schneider: Direkte Therapie bei stotternden Kindern (DVD)

ab 24,50 €

inkl. MwSt., zzgl. Versand

Beschreibung

Patricia Sandrieser und Peter Schneider

Direkte Therapie bei stotternden Kindern (DVD)

Symptomorientierte Verfahren für Kinder zwischen 2 und 12 Jahren

DVD Video, ca. 60 Minuten plus Begleitbuch, 56 Seiten

Demosthenes Verlag, Köln

Normalpreis: 30,80 € | BVSS-Mitglieder: 24,50 €

ISBN 978-3-921897-43-0


Therapiebeginn im Kleinkindalter? Indirekter Ansatz oder direktes Vorgehen? Die Grundsätze in der Therapie des kindlichen Stotterns sind im Fluss. Mit ihrem Film und einem ausführlichen Begleitbuch machen die Autoren ein richtungsweisendes Konzept in Wort und Bild deutlich. Schritt für Schritt dokumentieren sie Prinzipien und Verlauf des symptomorientierten Therapieansatzes (KIDS, Mini-KIDS und Schul-KIDS) für Kinder von 2 bis 12 Jahren und bieten damit Fachleuten einzigartiges Material für Praxis, Lehre und Fortbildung.
Das ausführliche Begleitbuch ergänzt den Film um zusätzliche Informationen zur Diagnostik und zur Erkennung von Risikofaktoren.


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Inhalt des Films

1. Theoretische Grundlagen

2. Mini-KIDS
Direkte Therapie mit Klein- und Vorschulkindern
Phasen der Therapie
Desensibilisierung und Modifikation
Identifikation
Modifikation
Generalisierung
Therapieprinzipien

3. KIDS
Direkte Therapie mit Schulkindern
Information und Vertrag
Identifikation – Sprechen und Stottern
erforschen und gleichzeitig desensibilisieren
Modifikation
Generalisierung
Nachsorge

Inhalt der Begleitbroschüre

Einführung

1 Theoretische Grundlagen
1.1 Allgemeine Daten
1.2 Kennzeichen von Stottern
1.3 Kern- und Begleitsymptomatik
1.4 Mechanismen, die Begleitsymptomatik verstärken
1.5 Entstehung von Stottern
1.6 Risikofaktoren
1.7 Indikation für eine Stottertherapie im Kindesalter
1.8 Behandlung von Risikofaktoren
1.9 Umgang mit dem Stottern vermitteln
1.10 Direkte Stottertherapie
1.11 Ziele einer direkten Therapie
1.12 Therapieerfolg
1.13 Einbeziehung der Eltern
1.14 Rahmenbedingungen

2 Mini-KIDS: Direkte Therapie mit Klein- und Vorschulkindern
2.1 Vorgehen bei gleichzeitig bestehenden anderen Störungen
2.2 Information und Vertrag
2.3 Phasen der Therapie
2.4 Desensibilisierung und Modifikation
2.5 Identifikation
2.6 Modifikation
2.7 Generalisierung
2.8 Nachsorge
2.9 Therapieprinzipien
2.9.1 Modell anbieten
2.9.2 Hierarchisch arbeiten, kleinschrittig vorgehen
2.9.3 Nur relevante Dinge üben
2.9.4 Üben im geschützten Raum
2.9.5 Elternteilnahme

3 KIDS: Direkte Therapie mit Schulkindern
3.1 Ergänzende Bausteine
3.2 Hilfe zur Selbsthilfe
3.3 Pseudostottern modellieren
3.4 Enttabuisierung
3.5 Desensibilisierung
3.6 Information und Vertrag
3.7 Phasen der Symptomtherapie
3.8 Identifikation - Sprechen und Stottern erforschen und gleichzeitig desensibilisieren
3.8.1 Erforschen des Sprechens
3.8.2 Erforschen des Stotterns
3.8.3 Analyse von Pseudostottern und echten Symptomen
3.9 Modifikation
3.9.1 Erarbeitung des Pull-Out
3.9.2 Stabilisierung des Pull-Out
3.9.3 Transfer auf echte Symptome
3.9.4 Hilfen für den Transfer45
3.9.5 Emotionale Schwierigkeiten überwinden
3.10 Generalisierung
3.11 Informationsveranstaltung in der Schule
3.12 Nachsorge


Vorwort

Dieser vierte Film erweitert die Reihe „Methoden in der Stottertherapie“ um direkte Therapieverfahren für stotternde Kinder ab 2 Jahren. Auch bei dieser Veröffentlichung bildet ein offener Umgang mit dem Stottern die Grundlage der beschriebenen Methoden. Die direkte Therapie, die sich am Symptom orientiert, stellt eine besondere Herausforderung für Therapeuten dar: Das Stottern des Kindes wird offen angesprochen, der Therapeut stottert selbst und auch das Kind und die Eltern sollen absichtlich stottern. Den Eltern und dem Kind, die oft mit dem Wunsch kommen, das Stottern solle möglichst schnell verschwinden, muss dieses auf den ersten Blick paradox wirkende Vorgehen vermittelt werden. Der Film zeigt die Therapieinhalte in Form von konkreten und realen Beispielen. Das Begleitbuch ergänzt den Film um zusätzliche Informationen zur Diagnostik und zur Behandlung von Risikofaktoren. Letztere dient dazu, die Remission zu erleichtern, und sollte daher in einer umfassenden Stottertherapie enthalten sein. Die Veröffentlichung wendet sich in erster Linie an Therapeutinnen und Therapeuten, die stotternde Kinder behandeln. Sie kann außerdem dazu dienen, Eltern stotternder Kinder über die Inhalte einer symptomorientierten Stottertherapie aufzuklären und ihnen zu zeigen, was Eltern und Kind in der Therapie erwartet. Die beiden Autoren sind ausgewiesene Fachleute auf dem Gebiet des Stotterns im Kindesalter. Peter Schneider arbeitet als Lehrlogopäde in Aachen und ist als Referent im In- und Ausland tätig. Patricia Sandrieser hat in Aachen Lehr- und Forschungslogopädie studiert und arbeitet in einem Forschungsprojekt zu kindlichen Sprechunflüssigkeiten an der Universität Düsseldorf. Die Autoren haben jahrelange Erfahrung in der Behandlung stotternder Kinder. Sie haben ein erfolgreiches Lehrbuch zur Stottertherapie bei Kindern verfasst und bieten zu diesem Thema auch Fortbildungen an. An diese Stelle danken wir allen Beteiligten herzlich. Dies gilt insbesondere den stotternden Kindern und ihren Eltern, die diesen Film erst möglich gemacht haben. Dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung danken wir für die Unterstützung des Projekts.

Dr. Ulrich Natke

Einführung (aus dem Begleitheft)

Die direkte Stottertherapie wird in diesem Film am Beispiel von KIDS und Mini-KIDS dargestellt. Die Abkürzung KIDS steht für „Kinder dürfen stottern“. Das Ziel von KIDS: Kinder sollen sich auch mit ihrem Stottern als kompetente und selbstbewusste Sprecher erfahren. Sie lernen außerdem Strategien für ein leichtes anstrengungsfreies Stottern. Häufig bewirken diese Techniken, dass das Stottern seltener oder sogar überhaupt nicht mehr auftritt. KIDS gibt es in 2 Versionen: für Kinder von 2 bis 6 Jahren ist Mini- KIDS. Für schulfähige Kinder ist KIDS. Im ersten Teil des Begleitbuchs werden die theoretischen Grundlagen eingeführt, auf denen die Therapie beruht. In Teil 2 wird Mini-KIDS und in Teil 3 KIDS beschrieben. Der Film wendet sich an Stottertherapeutinnen in Ausbildung und Praxis. In Ausschnitten eignet er sich auch zur Information von Eltern und Schulkindern über die Arbeit am Symptom. Der Film beschränkt sich auf die Erarbeitung günstiger Strategien im Umgang mit Stottersymptomen. Die logopädische Therapie kann neben der direkten Stottertherapie auch die Verbesserung der sprachsystematischen und/oder kommunikativ-pragmatischen Kompetenzen umfassen. Daher bietet das Begleitbuch zusätzliche Informationen und weist auf weiterführende Literatur hin. Film und Begleitbuch vermitteln auf diese Weise so viele Informationen, dass es möglich wird, sich in eine umfassende Diagnostik und die Arbeit an den individuellen Risikofaktoren einzuarbeiten.


Autoren

Dr. Patricia Sandrieser arbeitet als leitende Logopädin am Katholischen Klinikum Marienhof/St. Josef in Koblenz. Nach der Ausbildung als Dipl. Logopädin war sie in der phoniatrischen Ambulanz in Tübingen und Münster tätig. 2004 promovierte sie mit einer Dissertation über Stottern im Kindesalter. Zusammen mit Peter Schneider hat sie den Therapieansatz „Direkte Therapie bei Stotternden Kindern“ (KIDS, Mini-KIDS, Schul-KIDS) entwickelt und das Buch „Stottern im Kindesalter” geschrieben.
www.kids-stottern.de

Peter Schneider arbeitet als Lehrlogopäde (dbl) an der RWTH Aachen. Nach seinem Studium als Grund- und Hauptschullehrer absolvierte er eine Ausbildung zum Logopäden und bildete sich u.a. u.a. in klientenzentrierter Spieltherapie und Transaktionsanalyse fort. Neben Veröffentlichungen zum Thema Stottern und Elternbeteiligung ist er Autor Bücher „Was ist ein U-u-uhu?“ und „Fröschlein fährt Dreirad“.Zusammen mit Patricia Sandrieser hat er den Therapieansatz „Direkte Therapie bei Stotternden Kindern“ (KIDS, Mini-KIDS, Schul-KIDS) entwickelt und das Buch „Stottern im Kindesalter” geschrieben.
www.kids-stottern.de


Rezensionen und Meinungen

aus: Forum Logopädie, Juli/August 2003

Ein hervorragend strukturierter Film. In einer Vielzahl von Praxisbeispielen wird jeder Therapieschritt anschaulich illustriert. Der Film beleuchtet Aspekte wie Elternarbeit, Aufklärung, kommunikative Stressoren, die Rolle des Therapievertrages und der In-vivo-Arbeit ebenso wie Eigenarbeit, Nachsorge, Rückfallverhütung und mögliche Probleme im therapeutischen Prozess.
Der Film, der sich primär an StottertherapeutInnen in Ausbildung und Tätigkeit richtet, ist aufgrund seines klaren Aufbaus, seiner besonderen Praxisnähe und Umsetzbarkeit uneingeschränkt all jenen zu empfehlen, die transparent mit Kindern am Stottern arbeiten wollen.

Dorothea Beckmann

aus: VBL-Bulletin, Dezember 2003

Der einstündige Film besticht durch seine klare Strukturierung. Besonders beeindruckend ist, wie spielerisch und unverkrampft hier bereits Klein- und Vorschulkinder an das in diesem Konzept so zentrale Pseudostottern herangeführt werden. Dem Therapievideo ist wegen seiner hohen Qualität und Praxisrelevanz eine weite Verbreitung unter den sprachtherapeutisch arbeitenden Berufsgruppen zu wünschen.

Dr. Hans W. Hörmann

In den ersten drei Video-Filmen vom Demosthenes-Verlag der Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V. ging es um die Arbeit mit stotternden Erwachsenen. Dieses Video zeigt dagegen praktische Beispiele aus der direkt am Symptom ansetzenden Arbeit mit stotternden Kindern. Die einzelnen Filmsequenzen können anhand von Zeitangaben dem Text im Begleitbuch zugeordnet werden.
Film und Begleitbuch sind in drei Teile gegliedert:
Erst erfolgt eine Einführung in die aktuellen theoretischen Grundlagen, auf denen die beiden Autoren ihr Therapiekonzept KIDS (Kinder dürfen stottern) aufbauen. Es finden sich hier kurz gefasste Aussagen über das kindliche Stottern und allgemeine Prinzipien der direkten Behandlung.
Nach grundlegenden Bemerkungen zu den Besonderheiten der therapeutischen Arbeit mit Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren wird im 2. Kapitel das zu den „Nicht-Vermeidungs-Ansätzen“ zählende Konzept Mini-KIDS für die ambulante logopädische Praxis vermittelt.
Im dritten Teil folgt die detaillierte Darstellung der Therapie mit Schulkindern bis ca. 12 Jahren (KIDS). Das Begleitbuch schließt mit einer Literaturliste ab, die auch Hinweise für Eltern und Kinder enthält.
Die filmische Darstellung ist wesentlich ansprechender gelungen als bei den ersten Videos des Verlags. Die einführend gesprochenen Worte werden begleitet durch Aufnahmen von Kindern, die fröhlich mit dem Roller oder dem Fahrrad auf die Betrachter zu kommen. Zwar finden die Therapie-Szenen in spärlich dekorierten Räumen statt, die Autoren als empathische und gut gelaunte Therapeuten bewirken aber schnell die Orientierung auf das Wesentliche, den lockeren und spielerischen Umgang mit dem Stottern, die Auflösung der Tabuisierung und des Vermeidens.
Zu Beginn der Therapie wird ausführlich über den Ablauf informiert und ein Vertrag geschlossen, dem sowohl die Eltern, als auch die älteren Kinder zustimmen müssen. Es wird gezeigt, dass die Therapiestunde für Kinder einen Sinn erhält, wenn Metaphern oder Symbole eingeführt und Eigenaktivitäten gefördert werden. So wird beispielsweise bei der Identifizierung der Symptomatik der „Forscher“ im Kind angesprochen, der das von ihm entdeckte Symptom dann auch mit einem selbst gewählten Namen bezeichnen darf. Die an den Ressourcen der Kinder orientierte Haltung der Therapeuten zeigt sichtbare Wirkung: Sie haben offensichtlich Spaß an der vielerorts eher trockenen Überei, weil sie eigene Ideen einbringen und die Therapeuten verblüffen dürfen.
Die im therapeutischen Konzept differenziert dargestellte Einbeziehung der Familienmitglieder und das Eingehen auf ihre mit dem Stottern verbundenen Emotionen werden in den Filmausschnitten nur angedeutet. Dafür gibt es eine Reihe von Szenen, die das therapeutische Vorgehen in den Behandlungsphasen Identifikation/Desensibilisierung, Modifikation, Generalisierung und Nachsorge für beide Altersgruppen anschaulich machen. Es wird viel Wert darauf gelegt, die therapeutischen Interventionen dem Alter und den individuellen Bedingungen spezifisch anzupassen, also kein Einheitsverfahren anzubieten.
Durch die prägnanten Beispiele und eine gut gegliederte Darstellung im Begleitbuch ist es den Autoren gelungen, ein komplexes und anspruchsvolles Therapieverfahren nachvollziehbar zu vermitteln. Zur Auffrischung und Anregung für erfahrene Praktiker der Stottertherapie und zur Einführung von Schülern und Studenten der entsprechenden Fachrichtungen kann dieses Video eine seit langem bestehende Lücke schließen. Für die Eltern von betroffenen Kindern sollten Gespräche das Dargestellte strukturieren und ergänzen.

Horst M. Oertle, Sprachheilzentrum der AWO, Bad Salzdetfurth