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Erhard Hennen: Entmachtung des Stotterns

ab 8,60 €

inkl. MwSt., zzgl. Versand

Beschreibung

Erhard Hennen

Entmachtung des Stotterns

Demosthenes Verlag, Köln 1989, 198 Seiten

Normalpreis: 11,20 € | BVSS-Mitglieder: 8,60 €

ISBN 978-3-921897-06-5

In diesem Buch erzählen überwiegend stotternde Autoren in 22 Beiträgen von ihrem Leben und ihren Erfahrungen mit dem Stottern. Sie schildern den Beginn ihres Stotterns und wie sie in der Schule sowie im Arbeitsleben damit konfrontiert wurden. Die Reaktionen von Familie und Freunden und die ersten Therapieversuche sind weitere Themen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, beschreiben die Autoren ihr Leben mit dem Stottern als einen Leidensweg. Erst die Auseinandersetzung mit dem Handicap und sein Akzeptieren ermöglichten neue Perspektiven.
Ob Therapie oder Selbsthilfe: Das Buch ist nach wie vor aktuell und ermutigt dazu, seinen eigenen Weg im Umgang mit dem Stottern zu finden.



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Autor

Erhard Hennen , Jahrgang 1958, seit 1977 langjähriges Mitglied in der Stotterer-Selbsthilfe, einige Jahre Schriftleiter des KIESELSTEIN, Seminare und Beiträge zum Thema "Stottern und Beruf". Die vielen Erfahrungsberichte im KIESELSTEIN brachten uns auf die Idee, eine deutsche Version des Buchs "An einen Stotterer" zu versuchen, das die ganze Vielfalt an Ansätzen in der Selbsthilfe zeigen sollte.


Rezensionen und Meinungen

aus: Der Kieselstein, Oktober 2009

In „Entmachtung des Stotterns“ von Erhard Hennen aus dem Jahr 1989 erzählen 21 stotternde Autoren und eine nicht stotternde Autorin in 22 Artikeln von ihrem Leben und ihren Erfahrungen mit dem Stottern. Sie schildern u.a. wie ihr Stottern begann, wie sie die Schule und ihr Arbeitsleben damit meisterten, die Reaktionen von Familie und Freunden, die ersten Therapieversuche usw. Bis auf wenige Ausnahmen beschreiben die Autoren ihr Leben mit dem Stottern als langen Leidensweg, bei welchem irgendwann einmal der Punkt kam, an dem sie anfingen sich mit dem bösen „Stotter-Zwillingsbruder“ auseinander zu setzen und das Stottern allmählich als einen Teil von sich selbst zu akzeptieren. Dabei werden in diesem Buch auch die unterschiedlichen Erfahrungen mit den absurdesten Therapiemöglichkeiten aber auch mit hilfreichen erläutert. So sollte dem einen Stotterer mit Beruhigungsmitteln und Bestrahlung geholfen werden, ein anderer sollte durch eine Weisheitszahn- OP von seinem Stottern erlöst werden, was natürlich absoluter Blödsinn ist! Andere hatten Erfolge mit einer Fluency-Shaping-Therapie oder einer Psychotherapie oder aber sie wurden gleich ihr eigener Therapeut. Eines aber wird an den geschilderten Schicksalen deutlich: Es gibt keine Universaltherapie. Jedem hilft etwas anderes um sein Stottern zu akzeptieren und daran arbeiten zu können. Gerd Jacobsen fasst dies treffend zusammen: „Es gibt keine Wunderpille gegen dein Stottern. Vielmehr ist das, was Dir die Kontrolle über Dein Stottern ermöglichen könnte, ein Mosaik. Es setzt sich aus vielen kleinen Mosaiksteinen zusammen, von denen jeder einzelne Bedeutung für die Beeinflussung Deines Stotterns hat.“ (S.95).
Wie oben erwähnt, gibt es auch einen Artikel von einer nicht- stotternden Autorin. Sie schildert ihre extremen Sprechängste, obwohl sie keinen Sprechfehler hat. Sie widerlegt also die These, die viele Stotterer aufstellen, dass man ohne Stottern keine Probleme mit dem Sprechen haben dürfte. Obwohl dieses Buch schon 20 Jahre alt ist, kann es auch heute noch für den Einzelnen hilfreich sein. Denn die beschriebenen Erfahrungen und Ängste, das Stottern betreffend, sind heute so aktuell wie damals. Würde ich persönlich heute einen kurzen Aufsatz über mein Leben mit dem Stottern schreiben, würde dieser ähnlich klingen. Ohne die Jahresangaben in den einzelnen Artikeln und mit der aktuellen Adresse der BVSS im Vorwort, würde man beim Lesen nicht gleich merken, dass das Buch Ende der Achtziger entstanden ist. Was ich jedoch als Anfang-zwanziger vermisse, sind ein paar mehr Erfahrungen von Gleichaltrigen.
Weglassen können hätte man den Artikel „Emotionale Selbstdarstellung und Stottern“. Dieser Beitrag passt leider überhaupt nicht in das Gesamtkonzept dieses Buches, weil er kein Erfahrungsbericht ist, sondern nur die Vorstellung einer Therapiemethode und dazu noch mit einem viel zu langem Beispiel zu der Methode. Er würde vielmehr in ein Fachbuch über Therapiemöglichkeiten passen.
Abschließend noch ein Zitat von Andreas Starke, das, wie ich finde, den Kerngedanken dieses Buches zusammenfasst: „Es gibt Lösungen für das Problem! Es besteht kein Grund dafür, dass einen das Stottern ein Leben lang beherrschen muss.“ (S.9).

Alexandra Ulbrich