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J. Ennuschat, J. Rux: Die Rechte stotternder Menschen in Schule, Ausbildung und Studium

ab 19,50 €

inkl. MwSt., zzgl. Versand

Beschreibung

Johannes Rux, Jörg Ennuschat

Die Rechte stotternder Menschen in Schule, Ausbildung und Studium

Eine Analyse

Demosthenes Verlag, Köln 2017, 3. erweiterte Auflage, 310 Seiten

Normalpreis: 25,00 € | BVSS-Mitglieder: 19,50 €
Preis = Schutzgebühr

ISBN 978-3-921897-60-7


In vier Teiluntersuchungen erläutern die Rechtsexperten Dr. Rux und Prof. Dr. Ennuschat Bedarfe und Ansprüche stotternder Schüler auf sonderpädagogische Förderung in den Allgemeinschulen sowie auf Chancengleichheit und Nachteilsausgleich beim Erbringen und Bewerten schulischer Leistungen. Dabei werden zum einen unter dem Licht der Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zum Förderschwerpunkt Sprache Ziele und Inhalte der schulischen Förderung stotternder Schüler in der Allgemeinschule herausgestellt. Unter Berücksichtigung der völker-, europa,- und verfassungsrechlichen Vorgaben wird zum anderen die Rechtsprechung zur Vermeidung von Benachteiligungen in der Leistungsbewertung und zur Sicherstellung von Chancengleichheit auf die Bedürfnisse von stotternden Schüler ausgelegt.

In insgesamt neun Bundesländern (Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) wird die Umsetzung der entsprechenden internationalen und nationalen Rechtsvorgaben und Empfehlungen für den Bereich der Schule, der Ausbildung und des Studiums analysiert und kritisch bewertet. Abgerundet wird die Analyse schließlich durch die Behandlung von Verfahrens- und Rechtsschutzfragen.


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Vorwort des Herausgebers zur 3. erweiterten Auflage

Das Thema Stottern und Schule ist in Zeiten schulischer Inklusion aktueller denn je. Stottern verunsichert Schüler und Schülerinnen, ihre Eltern sowie Lehrkräfte. Viele reagieren betroffen, sind aber oft unzureichend informiert, was ihre Rechte und Möglichkeiten, Bedarfe und Ansprüche betrifft.

Als Interessenvertretung stotternder Menschen ist die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) erster Ansprechpartner für Ratsuchende. Sowohl in der telefonischen Beratung als auch im Rahmen unserer Informations- und Aufklärungsarbeit auf Messen wie der Didacta stellen wir fest, dass bundesweit ein enormer Informationsbedarf besteht.

Dieser Informationsbedarf richtet sich nicht ausschließlich auf den schulischen Bereich, sondern umfasst alle Ausbildungsbereiche junger Menschen, von der betrieblichen Ausbildung bis hin zum Studium.

So ist vielen Betroffenen und Lehrkräften zwar bekannt, dass die Gewährung eines Nachteilsausgleichs in der Schule möglich ist. Dass diese ebenso in der Ausbildung und im Studium greift, ist weniger bekannt. Das Deutsche Studentenwerk hat im Dezember 2016 eine groß angelegte Umfrage zum Thema Nachteilsausgleich im Studium gestartet.

Mit der nun vorliegenden 3. erweiterten Auflage zu den Rechten stotternder Menschen in Schule, Ausbildung und Studium ergänzen wir die Teiluntersuchungen aus 2010, die sich bisher auf die vier Bundesländer Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Saarland konzentrieren. In unserer Rechtsanalyse finden sich nun außerdem Untersuchungen der Rechtslage in Baden-Württemberg (Stand 2013) sowie in den Ländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (Stand 2016).

Zur einfacheren Orientierung gliedert sich „Die Rechte stotternder Menschen in Schule, Ausbildung und Beruf“ nun in die folgenden vier Teile, die jeweils zu unterschiedlichen Zeiten verfasst wurden:

Teil 1: Die Rechte stotternder Menschen … (Rux, 2008 - 2010) für Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Saarland
Teil 2: Nachteilsausgleich … (Ennuschat, 2010) für Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Saarland
Teil 3: Rechte und Nachteilsausgleich … (Ennuschat, 2013) für Baden-Württemberg
Teil 4: Rechte und Nachteilsausgleich … (Ennuschat, 2017) für Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein

Auch wenn diese Form der Veröffentlichung eher unkonventionell scheint, so freuen wir uns, dass wir dank der Unterstützung durch die Landesverbände der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe mit dieser lang erhofften und umfassenderen Rechtsanalyse einen weiteren wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Situation stotternder Schüler und Schülerinnen leisten können.

Köln, im März 2017

Prof. Dr. Martin Sommer
Vorsitzender der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V.


Autoren

Prof. Dr. Johannes Rux geb.1967, arbeitete zunächst als Privatdozent und ist seit 2012 außerplanmäßiger Professor an der Juristischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit den Arbeitsschwerpunkten Staatsrecht, Verfassungsrecht, Bildungsrecht, Polizeirecht und Recht der neuen Medien/Urheberrecht. Er ist im Juristischen Lektorat des Nomos-Verlages in Baden-Baden tätig und Schriftleiter der Zeitschrift „Rechtswissenschaft“. Außerdem arbeitet er als Autor, Gutachter und Berater.

Professor Dr. Jörg Ennuschat geb.1965, war von 2005 bis 2011 Inhaber eines Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Europarecht mit Schwerpunkt Verwaltungsrecht an der Universität Konstanz. Im Jahr 2011 nahm er einen Ruf an die Fernuniversität Hagen auf eine Professur für Verwaltungsrecht, insbesondere Wirtschaftsverwaltungsrecht sowie Allgemeine Staatslehre an. Seit 2014 lehrt er an der Ruhr-Universität Bochum mit den Schwerpunkten Wirtschaftsverwaltung, Umwelt, Infrastruktur. Den Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeiten bilden das öffentliche Wirtschaftsrecht, das Kommunalwirtschaftsrecht, das Verwaltungsrecht, das Glücksspielrecht, das Bildungsrecht sowie das Staatskirchen- und Kirchenrecht. Ennuschat ist Mitherausgeber verschiedener Schriften, u.a. der Zeitschrift für Wett- und Glücksspielrecht und hat zahlreiche Fachbücher veröffentlicht.


Rezensionen und Meinungen

aus: DSW-Journal - Magazin des Deutschen Studentenwerks, Ausgabe 2/2011

Colin Firth erhielt fürs Stottern einen Oscar. Nicht so im täglichen Leben. Oft treffen Stotterer in Schule und Studium auf Vorurteile oder Unsicherheiten bei der Leistungsbewertung. Die Rechtsexperten Johannes Rux und Jörg Ennuschat stellen jedoch klar: Stotterer haben Rechte – zum Beispiel auf Nachteilsausgleiche. Die Autoren stellen diese in Bund und Ländern vor. Aber was ist, wenn Dozenten eine Zeitverlängerung oder den Ersatz der mündlichen durch eine schriftliche Prüfung verweigern? Dann hilft nur die Klage. Auch dafür geben die Autoren rechtlichen Rat. Dass es dazu gar nicht erst kommt, ist das Anliegen dieses Buchs, das sich an Betroffene ebenso richtet wie an Beratende oder Prüfungsämter.

Dr. Christiane Schindler